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Zigler und Kliphausen, Heinrich Anshelm von,
Asiatische Banise, oder blutiges doch muthiges Pegu (Leipzig: Th. Fritsch, 1716).

Anshelm von Zigler und Kliphausen, Asiatische Banise, oder blutiges doch muthiges Pegu (Leipzig: Th. Fritsch, 1716).

Herrn Henrich Anshelm| von Zigler und Kliphausen| Asiatische Banise,| Oder| blutiges doch muthiges| Pegu,| In Historischer und mit dem mantel| einer Helden-und Liebes-geschicht bedeckten| wahrheit beruhende.| Diesem füget sich bey| eine| aus dem Italiänischen übersetzte| Theatralische Handlung,| benennet:| Der tapffere Heraclius.| [publisher's signet: Pegasus]| LEIPZIG,| bey Thomas Fritschen, 1716.

Description

[3 books one pagination.] frontispiece [Venus almost naked on her throne, the virtues and vices Constance, Patience, Esperance, Faussette, Jalousie and Desespour paying their tributes, Amor amongst them]/ titlepage/ [6] pp. dedication: Churprintz Johann Georg von Sachsen; dat.: Leipzig, 16.8.1688/ [6] pp. preface/ p.1-696/ 8.

Shelf-markslink

{4: XVI.C.656cv} {7: 8.FAB.ROM.VI,1933} {23: Lo.8319} {L: 12548.b.8} {Wroclav BU:}.

Bibliographical Reference

M. Bircher (1982), B 1490. - G. Dünnhaupt (1990-93), p.4335: 5.I.5.

History of Publication

Cf. Die asiatische Banise, oder blutiges doch muthiges Pegu (Leipzig: J. L. Gleditsch, 1689).link

Author

Zigler, Heinrich Anshelm von (1663-96).

Self-classification

Titel: "Helden-und Liebes-Geschicht"; Bl.a6r: "Romain", "Helden-schrift".

Remarks

"Mehrentheils warhaftige begebenheiten" wie sie sich Ende des 15. Jhds. in Pegu, Hinterindien, zugetragen haben sollen. Prinz Balacin von Ava im Kampf gegen den Bramanen Chaumigrem. Zuerst da dieser als Allianzpartner des Vaters die Schwester bedrängt; Balacin muß seine Heimat verlassen, doch auch Chaumigrem geht, Pegu zu gewinnen. Dann, da Chaumigrem als Tyrann von Pegu Prinzessin Banise gefangennimmmt, die Balacin vom Orakel verheißen ist. Kämpfe, Schlachten, Zeremonien fremder Religionen, der Prinz in diversen Rollen incognito zu Pegu. Als Banise einen zudringlichen Priester umbringt, soll sie geopfert werden. Balacin muß incognito in die von ihm belagerte Stadt, tötet, als er nach Aneignung der Priesterrolle das Opfer zu vollziehen hat, und als Banise als Opferlamm die ergreifendsten Poesien und Abschiedworte von sich gegeben hat, statt ihrer Chaumigrem - während draußen die Stadt erobert wird. All dies verschachtelt erzählt. Auffällig gegenüber anderen asiatischen Romanen: die Dinglichkeit der Situationen cf. Kampfszenen; die Charaktere der Personen: so ist der Prinz oft ungestüm und unweise, da hilft ihm der lustige Scandor, ein um sein Leben sich sorgender Soldat von niederem Adel, Diener und doch immer wieder Lebensretter seines Prinzen, ja lustiger Erzähler der gesamten Vorgeschichte, zudem Hauptperson in seiner lächerlichen Liebes-Handlung, die gleichwohl dem Prinz vor einer Calamität bewahrt; Chaumigrem ist klein, schäbig, feige, Konstellationen, die p.119 ein heroisches Duell verhindern wie jene Dialoge von - wenn auch in den Intentionen als gut und böse einander gegenüberstehenden, so doch in der Kalkuliertheit und Beherrschung der Conduite - gleichrangigen Gegnern. Fußnoten, Bl.a6v: "aus denen gelehrten schrifften des nie genug gepriesenen Francisci, Saaren, Schultzens und Balby Reise-beschreibungen, Rogeri Heydenthum, Rossens Religionen, und ander curieusen schrifften". Didaktische Einschübe, p.263-72: Balacin und Scandor über die Anforderungen an eine Frau; p.630-33: Rede von Herrschertugenden. Triumphales Ende mit musikalisch-theatralische Darbietungen durch Portugiesen, p.636-95: Mars-Venus-Cantate und Libretto einer Heraclius-Oper im byzantinischen Ambiente.

o.s.