lineThe Novel

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[DeFoe, Daniel,]
Das Leben und die gantz ungemeine Begebenheiten des berühmten Engelländers, Mr. Robinson Crusoe (Hamburg: T. v. Wierings Erben, 1720).

[DeFoe, Daniel,] Das Leben und die gantz ungemeine Begebenheiten des berühmten Engelländers, Mr. Robinson Crusoe (Hamburg: T. v. Wierings Erben, 1720).

Das| Leben| und die| gantz ungemeine Begebenheiten| des berühmten Engelländers/| Mr. Robinson| CRUSOE,| welcher durch Sturm und Schiffbruch/| (worinn alle seine Reise-Gefährten elen-|diglich ertruncken/)| auf der Americanischen Cüste/| vorn an dem grossen Fluß Oroonoko auf ein un-|wohntes Eiland gerahten/ Acht-und zwantzig| Jahre lang darauf gelebet/| und| zuletzt durch See-Räuber wunderbahrer Weise| davon befreyet worden.| Göttlicher Providentz zum Preise/ und curiöser Gemüh-|ter besonderem Vergnügen/| nach der dritten Engelländis. Edition auf vorneh-|mes Begehren ins Teutsche übergesetzet.| [rule]| HAMBURG, gedruckt bey sehl. Thomas von Wierings Erben| bey der Börse/ im güldenen A, B, C. 1720.

Description

frontispiece [copied from sourcelink]/ black and red titlepage/ [4] pp. preface dat.: Hamburg, 26.3.1720; signed: M[agister]. Vischer/ p.1-419/ p.420-24 "Erklährung etlicher See-und andrer Wörter"/ 8.

Shelf-markslink

{7: 8.FAB.ROM.IX,850:1.Rara} {L: 1206.c.1 [øfrontispiece]}.

Bibliographical Reference

B. Fabian (1992), p.16.

Self-classification

Bl.2r: "Tractat"; Bl.3v: "Historie".

History of Publication

Cf. [DeFoe, Daniel] Robinson Crusoe, vol. 1, 1st edition (London: W. Taylor, 1719).link

Literature

Olaf Simons, Marteaus Europa oder Der Roman, bevor er Literatur wurde (Amsterdam/ Atlanta, 2001), p.582-613.

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Preface <Bl.2r - Bl.7v>

 

 
Vorrede.
Hochgeneigter Leser.

 

DEr Erste Theil unsers ROBINSONS hat, wie aus dem sehr fleissigen, obwohl eigennützigen Nachdruck, noch mehr aus dem|<Bl.2r/v> täglichen Zeugniß verständiger Leuthe abzunehmen, sich selber gelobt; und in Andern und Letzten wird sich CRUSOE, meiner wenigen Meynung nach, nicht schlimmer halten.

Er kan bey seinen allmählich heran nahenden Alter dennoch nicht ruhig sitzen, sondern bekömmt oder ernährt vielmehr seine vorige Reise-Gedancken: Nur mit der klugen Bescheidenheit, daß ers eine Zeitlang vor seiner Ehegattin verheelet. Endlich wie diese zu seinem empfindlichsten Schmertzen entschläfft, weiß er solchen sich besser zu erleichtern, als mit der ihm allzusüssen Einbildung des aus a-|<Bl.2/3>bermaligem seinem Naturel so gar beliebten Herum-schwärmen für ihn unfehlbar zuhoffenden Vergnügens. Daher sein Vetter, welcher ihm den Affect durch Vorstellung einer Fahrt nach Oost-Indien, vollends rege macht, ihn darzu bereden gar wenig Mühe braucht: Zumalen er sein geliebtes Eiland bey solcher Gelegenheit besuchen konte.

 

[...|<Bl.3r/7r> Fortführung der Inhaltsankündigung]

 

Dieß möchten ungefähr die Summarien dieses Letztern Theils seyn.

Ich weiß gar wohl, daß sich verschiedene Meynungen über die Wahrheit der Crusoeschen Historie geäussert, und Kleingläubige manche Passage in Zweiffel ziehen wollen. Doch dieß gehet mich nicht an, weil ich nicht die Guarantie derselben, sondern bloß die Verteutschung über mich genommen: An deren dann auch eben der Fleiß und Treue, als am Ersten Theile, geschehen. Zum wenigsten würde ich mirs nicht zu verantworten ge-|<Bl.7r/v>trauet haben, wann ich der, nach Ausweise des Augenscheins, durchgehends sehr zerstümmelten Frantzösis. Version nachgegangen, und nur so drüber hingefahren wäre. Kurtz: Weil dieß eine von meinen letzten hiesigen Übersetzungen seyn möchte, habe deßfalls gute und auffrichtige Waare zu lieffern keine Mühe gespahret.

Womit dann mich sowohl in fürwährende Gunst auffzunehmen, Dienstgeziemend bitte: Als hinwiederum bin

 
des Hochgeneigten Lesers
Hamburg, den 13 Septembr.
1720.
Geflissenster
M. Ludw. Friedr. Vischer.

o.s.